SV Oberteisendorf e. V. 1964

Termine

25.10.2020, 9:00 Uhr
( Termin 1 in 81 Tag(en))
Ski- & Sportbasar des SV Oberteisendorf
Oberteisendorf, Schulturnhalle
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56. Jahreshauptversammlung des SVO
Verein
Tribüne, Relegation, Biathlon Weltcup & VereinsApp

56. Jahreshauptversammlung

Tribüne, Relegation, Biathlon Weltcup, VereinsApp

 Viel geboten beim SV Oberteisendorf

OBERTEISENDORF. Auf ein bewegtes Vereinsjahr blickte SVO-Vorstand Schorsch Quentin bei der kürzlich abgehaltenen Jahreshauptversammlung zurück und drückte zurecht seinen Stolz über die Entwicklungen im Verein aus. Finanziell steht der SV Oberteisendorf trotz des Tribünenbaus am Sportplatz auf zwei gesunden Füßen. Das komplette Breitensportangebot wird sehr gut angenommen und mit Marion Deigentesch konnte der SVO immerhin für ein Wochenende eine Weltcup-Biathletin stellen. Sogar über eine eigene Smartphone-App verfügt der Verein nun.

Nachdem Vereinsvorstand Schorsch Quentin die 55 versammelten Vereinsmitglieder im Landgasthof Helminger begrüßt hatte und die Tagesordnung genehmigt war, gedachte die Versammlung den, im vergangenen Vereinsjahr verstorbenen Mitgliedern. Anschließend begrüßte er 2. Bürgermeister Norbert Schader als Vertreter der Marktgemeinde Teisendorf, ehe der Vorstand zu seinem Rückblick über das vergangene und gleichzeitig bewegte Vereinsjahr ausholte. 1358 Mitglieder hatte der Verein mit Stand Jahresbeginn 2020. Die Fertigstellung der neuen Tribüne am Sportplatz zählte zweifellos zu den erfolgreichsten Ereignissen des vergangenen Jahres. „Mit großer Zuversicht und unbändigem Engagement habt ihr uns von dem Projekt Tribünenbau überzeugt und nun können wir großem Stolz auf das Schmuckstück am Sportplatz blicken“ richtete Quentin lobende Worte an die Planungsgruppe um Fußball Abteilungsleiter Sebastian Schallinger, die das Bauwerk innerhalb von 18 Monaten realisiert hatte.

Dass die Finanzen des Vereins bei diesem 75.000-Euro-Projekt niemals in Gefahr gerieten, war unzähligen Gönnern und Sponsoren sowie uneigennützigen Mitgliedern zu verdanken, die mit ihren Spenden und Arbeitsleistungen die Verbundenheit zum SVO einmal mehr unter Beweis stellten. Quentin ließ die Gelegenheit nicht aus, sich nochmals bei der Planungsgruppe sowie den Geld- und Sachspendern ausdrücklich zu bedanken. Mit einem Augenzwinkern in Richtung Fußballabteilung erinnerte der Vorstand an das äußerst glücklich erreichte, dann aber überlegen gewonnene Relegationsspiel gegen den Abstieg in die A-Klasse (5:0 gegen den SV Leobendorf).

Stolz ging Quentin auf den ersten Start einer SVO-Aktiven im Biathlon Weltcup ein. Kurz vor Weihnachten durfte Marion Deigentesch erstmals in Le Grand Bornand (Frankreich) Weltcupluft schnuppern. Ein, von den SVO-Langläufern erstelltes Glückwunsch-Video schaffte es in Ausschnitten sogar in die Vorberichterstattung auf die Wettkämpfe ins ZDF. Für den SVO, neben dem Tribünenbau, eines der Highlights des Vereinsjahres.

Aber auch sonst war einiges im Vereinsleben geboten. Die Tischtennisabteilung zählt mit ihrer 1. Jugendmannschaft in der Bayernliga zur „haut volée“ im südbayerischen Raum. Außerdem bestimmen die Langläufer mit dem unermüdlichen Trainingseifer der Trainer sowie der zahlreichen Kinder und Jugendlichen die Ergebnislisten der regionalen und überregionalen Wettkämpfe mit. Die Volleyballdamen kämpfen um den Wiederaufstieg in die Bezirksklasse und bei Yoga, Zumba & Co. konnte das Kursangebot nochmals attraktiver gestaltet werden. Außerdem treffen sich die Stockschützen, die Gymnastikdamen und die Turnkinder wöchentlich zu ihren sportlichen Aktivitäten unter dem SVO-Dach.
Abseits des sportlichen Geschehens war der SVO auch gesellschaftlich viel unterwegs. So erwähnte Quentin das mitgestaltete Dorffest, außerdem zeigten sich die Fußballer mit ihrer „Weihnachtshüttn“ für einen adventlichen Treffpunkt am Kirchplatz verantwortlich. Dass sich der Verein auch digital weiterentwickelt, zeige die Einführung einer eigenen Smartphone-App (siehe gesonderter Bericht unten).


 Finanzen stabil – Beiträge werden dennoch erhöht

Einen ausführlichen Einblick in die Vereinsfinanzen gewährte anschließend Kassiererin Birgit Fritzenwenger. Aufgrund des, durch Sponsoren- und Spendengelder getragenen Tribünenbaus, gerieten die Konten niemals in Schieflage. In vorher eingereichter, schriftlicher Form, bestätigten die verhinderten Kassenprüfer Gabi Hofmann und Walter Neudecker eine einwandfreie Kassenführung, weshalb die Versammlung die Vorstandschaft anschließend einstimmig entlastete.

Trotz ausgeglichener Finanzen stand eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge im Bereich der Erwachsenen auf 53 Euro und beim Familienbeitrag auf 95 Euro zur Abstimmung auf der Tagesordnung. „Der SVO bewegt sich mit den vorgeschlagenen, moderaten Erhöhungen im Vergleich mit anderen Sportvereinen noch immer am unteren Niveau“, rechtfertigte Quentin die Erhöhung. Höhere Ausgaben des täglichen Vereinsbedarfs und gleichzeitige Vorgaben von Sportverbänden würden zu einer Erhöhung zwingen. Auch hier zeigte sich die Versammlung ohne Gegenstimme zustimmend.

Wenngleich die Finanzierung der Tribüne kostenneutral für den SVO einherging, so lagen die Ausgaben doch etwa 15.000 Euro über dem bisher veranschlagten Versammlungsbeschluss von 2018, der eine Kostenobergrenze von 60.000 Euro vorsah. Auf Vorschlag von Quentin folgte die Versammlung der Empfehlung der Vorstandschaft und stimmte den erhöhten Ausgaben von 15.000 Euro für den Tribünenbau zu.

Zweiter Bürgermeister Norbert Schader überbrachte Grußworte der Marktgemeinde. Ein dickes Lob drückte er gegenüber Kassiererin Birgit Fritzenwenger aus, die vergleichsweise Finanzen eines mittelständischen Betriebes einwandfrei verwalte. Er dankte dem SVO für die verlässliche Partnerschaft mit der Marktgemeinde und zeigte sich vor allem von der hervorragenden Jugendarbeit begeistert, die ein Werbeträger der Kommune weit über die regionalen Grenzen hinaus darstelle. Eine Ehrung für 25-jährige Vereinstreue erhielten Eduard Berger und Raphael Omelanowsky.

     

 
JFG Teisenberg braucht dringend einen Vorstand

Im Rahmen von „Wünsche und Anträge“ ergriff SVO-Urgestein Stefan Fritzenwenger das Mikrofon. Die JFG Teisenberg, die den SVO mit dem TSV Teisendorf in der Fußball-Nachwuchsarbeit verbindet, stehe nach dem Rückzug von Reinhard Köck ohne Vorstand da. Sollte in nächster Zeit kein bereitwilliger Kandidat gefunden werden, drohe der JFG mittelfristig die Auflösung. Fritzenwenger appellierte an die Versammlung, in sich zu gehen und über mögliche Persönlichkeiten nachzudenken. Eine Auflösung der JFG wäre eine dramatische Entwicklung für die Nachwuchsarbeit in der Gemeinde, die es zu verhindern gelte.

Nachdem keine weiteren Wünsche und Anträge eingegangen waren, beschloss Schorsch Quentin die 56. Jahreshauptversammlung mit der Bitte an die versammelten Vereinsmitglieder, dem SVO weiterhin fest die Treue zu halten und nach der Versammlung noch der Vorstellung der vereinseigenen Smartphone-App Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Vorstellung der vereinseigenen Smartphone-App

SVO-Medienbeauftragter Martin Emig brachte den versammelten Vereinsmitgliedern in einem kurzweiligen Vortrag die neue, vereinseigene Smartphone-App näher. Diese hat der SV Oberteisendorf zunächst für eine Testphase von einem knappen Jahr mit einem Mannheimer Webbüro aufgesetzt. Die unaufhaltbaren Fortschritte des digitalen Zeitalters würden auch vor Sportvereinen nicht haltmachen, so Emig. Vereinshomepages würden kaum mehr Beachtung finden, da die Mehrzahl der Menschen es mittlerweile gewöhnt sei, nicht mehr mit Internetseiten, sondern mit Apps und in sozialen Medien zu interagieren. Die zerklüftete Social-Media-Landschaft mache es Vereinen schwer, ihre Mitglieder zu erreichen und auf dem Laufenden zu halten, da nicht jedes soziale Medium der Altersklasse entsprechend bedient werden könne.

Eine VereinsApp hingegen habe vielseitige Möglichkeiten, zum einen das Interesse am Vereinsgeschehen, zum andere aber auch die Social-Media-Bedürfnisse zu bedienen. Aus Studien und Umfragen sei bekannt, dass Sportvereine immer mehr auf der Kippe stehen, da die Öffentlichkeitsarbeit leide und sich die Bevölkerung teilweise nicht mehr angesprochen fühle. Martin Emig erläuterte den Aufbau der App und alle möglichen Funktionen, angefangen von der Chat-Funktion, der „Fan-Reporter“-Funktion bis hin zur Möglichkeit von Push-Nachrichten oder der Anmeldung für vereinsinterne Veranstaltungen und Termine. Eine Fundgrube, also ein SVO-internes Portal für gebrauchte Sportartikel, rundet das App-Angebot ab. Zu finden ist die App in den jeweiligen App Stores unter dem Namen „SV Oberteisendorf 1964“.

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