3:0 gegen die „Rothosen“ – SVO so gut wie durch

3:0 gegen die „Rothosen“ – SVO so gut wie durch

Sanka-Einsatz für Teisendorfs Tobi Janietz trübt das Gemeinde-Derby vor rund 250 Zuschauern

Oberteisendorf. Ausgerechnet gegen den Gemeinde-Rivalen TSV Teisendorf sicherte sich der SV Oberteisendorf so gut wie sicher den Klassenerhalt – mit einem souveränen 3:0, herausgeschossen in Hälfte eins. Getrübt wurde das Derby allerdings durch eine schwere Bein-Verletzung von Gäste-Abwehrchef Tobias Janietz – ein Sanka-Einsatz war zur Pause nötig.

Der Lokalhit vor rund 250 Zuschauern begann mit einer Trauerminute für den kürzlich verstorbenen Stefan Aschauer, der bis zur B-Jugend beim SVO spielte und dem Verein gerade 50 Jahre angehörte – die Gastgeber spielten mit Trauerflor. Die Partie wurde in Minute drei mit einem Kopfball von Christian Spiegelsberger nach einer Ecke eröffnet: „Rothosen“-Keeper Vincent Hahn parierte reaktionsstark zur Ecke. Sein Pendant auf der anderen Seite, Daniel Berger, hielt ebenfalls top, nachdem Tom Burghartswieser drei weitere Minuten drauf vom Sechzehnereck abgezogen hatte (6.). Eine gute Viertelstunde war rum, als sich die Platzherren in einem ausgeglichenen Geschehen erstmals belohnten: Balleroberung im Mittelfeld, Diagonalball von Markus auf Thomas Prantler, Teisendorf blockte den Angreifer, doch Jurgen Fuchs kam ans Leder und staubte ab – 1:0 (18.). Nur 150 Sekunden drauf bereits SVO-Treffer Nummer zwei: Außenverteidiger Michi Fürst gewann das Kopfballduell nach einem Eckstoß, Kapitän Spiegelsberger kam an die Kugel und markierte aus der Drehung heraus das 2:0 (21.).

Bei einem Freistoß von Lukas Pöllner nach einer guten halben Stunde hatte Oberteisendorf dann Glück: Der Ball wurde länger und länger und fiel auf die Latte (34.). Kurz vor der Pause dann das Malheur: Juri Fuchs eroberte die Kugel gegen Tobias Janietz, der hängenblieb und böse umknickte, Thomas Prantler hatte freie Bahn und schob ein – 3:0. Referee Stefan Rettenbeck beendete die erste Hälfte ein wenig früher, da rasch klar war, dass sich Teisendorfs Abwehrchef schwerer verletzt hatte. Ein Sanka-Einsatz wurde nötig, freilich galten Janietz alle guten Wünsche, für ihn kam Routinier Raimund Gasser in die Partie.

Der zweite Durchgang begann mit 16 Minuten Verspätung. Teisendorf wollte sich nicht mit einem 0:3 oder höher aus diesem Derby verabschieden, bewies Moral, versuchte alles und kam wie schon zuletzt gegen Weildorf (0:0) viel über Ballbesitz. Gefahr strahlten die Gäste aber nur latent aus, bis zur ersten wirklich guten Gelegenheit verstrichen gut 20 Minuten: Maxi Oeggl mit einem weiten Ball auf Thomas Leitmann, der Eingewechselte gab stark zur Mitte. Dort tankte sich Tom Loferer an SVO-Keeper Berger vorbei, hatte freies Feld, schloss jedoch im Fallen zu hektisch ab und setzte die Kugel zwei Meter am kurzen Pfosten vorbei – das hätte das 1:3 sein müssen. Auf der anderen Seite lag einmal das 4:0 in der regenschwangeren Luft: Thomas Prantler kam zweimal völlig frei zum Abschluss, einmal hielt TSV-Goalie Hahn glänzend, beim zweiten Versuch rauschte die Kugel knapp übers Gebälk (78.). Ohne die jüngst verletzt Ausgefallenen – Kapitän Bernd Prantler und Flo Hofmann – brachte der SVO seinen neunten Saisondreier sicher über die Zeit und kann bei noch zwei Spielen und sechs Punkten Vorsprung (sowie einigen Teams dazwischen) nur noch theoretisch absteigen. Für Teisendorf bleibt die Lage prekär, nur ein Zähler ist‘s auf die „orange“ Zone.

SVO-Keeper Daniel Berger fängt sicher vor dem kopfballbereiten Teisendorfer Stürmer Christoph Mitterauer.
Oberteiendorfs Andi Willberger (rechts) möchte Teisendorfs Thomas Burghartswieser das Leder abluchsen.
Oberteisendorfs Kapitän Christian Spiegelsberger (vorn) möchte Teisendorfs Tom Loferer die Kugel abgrätschen.

Bericht und Bilder dankenswerterweise zur Verfügung gestellt durch Hans-Joachim Bittner

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  • Beitrags-Kategorie:Fußball / Verein