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Couragierter SVO belohnt sich nicht – Glücklicher FCB eiskalt

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„Dritte“ verliert mit Vater und Sohn gegen Bayerisch Gmain Reserve – „Zweite“ gewinnt knapp

Der Samstag, 10. September 2022, hielt erneut einen Dreifachspieltag im Stadion an der Jahnstraße Oberteisendorf parat. Im Vorspiel der C-Klasse 6 hielt die „Dritte“ in der ersten Halbzeit gegen die Gäste vom WSC Bayerisch Gmain gut mit, im zweiten Abschnitt musste Schlussmann Lukas Zenz jedoch leider dreimal hinter sich greifen (0:3). Kurios: auf Seiten des SVO wechselte Spielercoach Hubert Münzel zunächst das 49-jährige SVO Urgestein Bernd Spiegelsperger und im Verlauf der zweiten Halbzeit auch noch dessen 21-jährigen Sohn Felix ein. Ein Novum beim SVO, dass Vater und Sohn gemeinsam in einer Herrenmannschaft aufliefen.

Das Kreisklassenduell des SV Oberteisendorf mit den bislang ungeschlagenen Gästen vom Bischofswieser Riedherrn hatte sechs Tore zu bieten, wobei die Gastgeber klar spielbestimmend auftraten, die Gäste ihre wenigen Chancen aber eiskalt nutzten. Der SVO drückte von Anfang an aufs Tempo und agierte meist über die Linksaußen Tim Quentin und Julian Greim sowie Mittelfeldregisseur Daniel Aschauer gefällig nach vorne. Nach acht Minuten kreuzte Christian Spiegelsberger erstmals gefährlich vor FCB-Schlußmann Stefan Schnitzlbaumer auf. Wie aus dem Nichts dann jedoch die Gästeführung durch Sean Groth. Ein Befreiungsschlag der FCB-Abwehr wurde per Kopfball simple nach vorne verlängert. Im Laufduell musste Abwehrspieler Bernd Prantler seinen Gegner Groth ziehen lassen, der SVO Keeper Florian Krammer im Eins-gegen-Eins chancenlos ließ – 0:1.

Der SVO blieb seinem gefälligen Angriffsfußball treu und wurde prompt belohnt. Zwei Minuten nach der Gästeführung kam Julian Greim plötzlich frei am Sechzehner zum Schuß, den FCB Keeper Schnitzlbaumer zwar nach oben parierte, der Ball in der Folge aber in die Gästemaschen trudelte – 1:1. Fortan blieb der SVO spielbestimmend und hatte mehrfach gute Chancen auf die Führung, insbesondere durch Christian Spiegelsberger, der in Minute 29 zweimal hintereinander freistehend den Ball zu unplatziert und genau auf den Gästekeeper zielte. Bischofswiesen blieb seiner Konterstrategie treu und kam kurz vor Schluss nach einer Ecke nochmal zu einer Großchance. SVO Torwart Krammer parierte den leicht abgefälschten Kopfball jedoch aus kurzer Distanz.

Zur zweiten Halbzeit nahm die Partie dann so richtig Fahrt auf. In der 54. Minute drang SVO „Man of the match“ Julian Greim entschlossen über links in den Strafraum ein und bediente den am Fünfmeterraum freistehend wartenden Christian Spiegelsberger. Dieser hatte diesmal wenig Mühe, um zur Führung einzuschieben – 2:1. Mit der verletzungsbedingten Auswechslung von Verteidiger Andreas Seeböck kam dann ein Bruch in das SVO Spiel. Kapitän Daniel Aschauer musste vom Mittelfeld in die Abwehrkette nach hinten rücken, wodurch die Gäste zu mehr Ballbesitz kamen. Den daraus resultierenden Druck auf die kurzzeitig indisponierte Abwehr der Gastgeber münzten die Gäste binnen vier Minuten in eine 3:2-Führung um. Nach einer Freistoßflanke von rechts vors SVO Tor agierten Schlußmann Krammer und die SVO Abwehr zu zögerlich. Bernhard Sauer ließ sich nicht lang bitten und schob aus kurzer Distanz zum Ausgleich ein. Und in der 69. Minute setzte sich FCB Stürmer Markus Koller ohne große Mühe über rechts gegen seine Gegenspieler durch und gab Florian Krammer das Nachsehen – 2:3.

Das junge SVO Team ließ den Kopf nicht hängen und drängte in der Folge unaufhörlich auf das Gästetor. Eine abgefälschte Hereingabe von links in den Strafraum erreichte in der 81. Minute den eingewechselten Peter Enzinger, der kaltschnäuzig aus zentraler Position ins rechte Eck zum vielumjubelten Ausgleich einschob. Fast hätte es noch zum Heimsieg gereicht. Markus Rechenauer zirkelte in der 89. Minute eine Freistoßflanke von rechts vors Bischofswieser Tor. SVO Kapitän Aschauer erwischte das Leder jedoch freistehend mit dem Kopf ein wenig zu ungenau, so dass dieses um wenige Zentimeter links am Kasten vorbeisegelte.

Auf Seiten des SVO war man angesichts der couragierten Leistung der jungen Truppe dennoch überwiegend zufrieden, während sich die Gäste selbstkritisch mit dem glücklich erreichten Auswärtspunkt zeigten.

Das anschließende Duell der Reservemannschaften gestaltete sich überwiegend ausgeglichen. Aufgrund einer etwas besseren Leistung in der zweiten Halbzeit kam der SVO durch ein 1:0 durch Markus Prantler zu einem verdienten Heimsieg in der B-Klasse.

Vater Bernd und Sohn Felix Spiegelsperger nach dem Spiel der „Dritten“ gegen den WSC Bayerisch Gmain (0:3)